projekt kenia 2Unser Partner-Projekt in Kenia: das Kinderzentrum Maisha Mazuri

Ein ereignisreiches Jahr liegt hinter uns. Vor allem anhand eines Bildervergleiches von dem nun fertigen, eingeweihten und bewohnten „Maisha Mazuri Children Centre" (Kinderzentrum für ein besseres Leben, kurz MCC) ist der große Fortschritt deutlich zu sehen. Hier die Vorderseite unseres MCC-Internatshauptgebäudes vom Dezember 2014 und von der großen Einweihungsfeier am 1. November 2015:projekt kenia 5
 
 Unser Partner vor Ort ist der Kenianer Jimmy Kilonzi. Er hat das schier projekt kenia 6Unmögliche wahr gemacht und binnen eines Jahres drei stattliche Gebäude mit verbindenden Sanitärtrakten bauen lassen. Von den vielen Kindern mit den grünen Maisha-Mazuri-T-Shirts wohnten bei der Eröffnung des Heims nur neun im Internat. Die anderen stammen aus der Gemeinde, die in die MCC-Gemeinschaft aufgenommen wurden, da ihre Eltern oder die allein erziehende (Groß-)Mutter nicht mehr für die Ausbildung aufkommen können. Sie nutzen das Gelände zum Fußballspielen und Toben und erhalten an einem Samstag im Monat ein gesundes Essen im MCC. Eric, ein 14jähriger Junge schrieb in einem Brief an seine Partner in Deutschland: „Wenn wir ins Maisha Mazuri Center gehen, ist es nicht so wie in der Schule. Manchmal spielen wir was, singen und tanzen und bekommen Ratschläge von den Arbeitern und Betreuern dort. Maisha Mazuri ist ein guter Ort für Kinder."

Die enge Verbindung mit den umliegenden kleinen Ortschaften ist Jimmy Kilonzi ein projekt kenia 8projekt kenia 7besonderes Anliegen, und sie trägt Früchte: viele kommen und spenden eigene Erzeugnisse (wie auf dem Foto links einen Sack frisch geernteten Mais) oder helfen tatkräftig auf dem MCC-Feld beim Unkrautjäten mit.
 Es ist vor Ort spürbar, die ganze Region schöpft Hoffnung und Jimmy Kilonzi hat noch viele Pläne, die nicht nur Einzelne betreffen, sondern für die Menschen in Nguluni ein Wandel sein könnte: Was mit einem Internat begann, soll ja mal zu einer Schule werden. Bereits beim Bau des MCC haben die Arbeiter, die zum großen Teil aus der Region stammen, nicht nur Geld verdient, sondern auch viel lernen können: Ziegel aus dem lokalen Lehmboden herstellen, Wasser in großen Auffangbecken sammeln, um für die Trockenzeit besser gerüstet zu sein, gesundes Essen, das Kraft spendet, Strom selbst erzeugen mit Photovoltaik.
 
Maisha Mazuri hat auch eine landwirtschaftliche Nutzfläche, die künftig als Grundlage für eine Selbstversorgung genutzt werden soll. Mit Hilfe eines freiwilligen Helfers aus Deutschland und dem MCC-Gärtner Kimeu soll im Laufe dieses Jahres ein Konzept für eine nachhaltige und ökologische Landwirtschaft entstehen. Vor Ort möchte Jimmy Kilonzi so viele interessierte Bauern wie möglich einbinden, um eine Breitenwirkung zu erzielen. Auf lange Sicht hat er noch einen Metzger- und Bäckerladen im Auge, der ebenso wie die Landwirtschaft, die Schulgebühren und die Ziegelherstellung langfristig dazu beitragen sollen, dass das Maisha Mazuri Children Center irgendwann auf eigenen Beinen stehen wird.
 
projekt kenia 3
 
 projekt kenia 4
 
Außerdem werden 2016 gleich mehrere Schülerinnen des Theresien-Gymnasiums, die im Frühsommer ihr Abitur absolvieren, zu unserem Partner-Projekt in Nguluni nach Kenia gehen und dort als ehrenamtliche Praktikantinnen bei der Arbeit mithelfen. Auf diese Weise bekommen wir Informationen aus erster Hand, wie sich Maisha Mazuri weiter entwickelt.

Wir danken ganz herzlich allen Spenderinnen und Spendern, die mit dazu beitragen, dass Kinder in Nguluni eine Perspektive für ein gutes Leben bekommen: ASANTE SANA - vielen Dank!

Leonie Häusler, Johannes Schittler (P-Seminar „Brücken bauen")
 

Theresien-Gymnasium     Kaiser-Ludwig-Platz 3     80336 München     Tel. 089 5441270     Fax 089 54412717     theresien-gymnasium@muenchen.de     schule ohne rassismus Impressum