zeitzeugengespraechZeitzeugengespräch

Am 11. November besuchte Herr Sandor Vandor als Überlebender des Holocaust das Theresien-Gymnasium. Er erzählte Schülerinnen und Schülern der 9. Jahrgangsstufe seine bewegende Lebensgeschichte.
1925 in der Nähe von Budapest geboren, muss Herr Vandor mit 19 Jahren im österreichischen Ort St. Anna am Aigen beim Bau von Panzergraben unter widrigsten Bedingungen Zwangsarbeit leisten. Viele überleben diese Tortur nicht. Geschwächt und krank aufgrund der mangelhaften Ernährung und der schweren Arbeit kann er nur überleben, weil Bewohner aus St. Anna und den Nachbarorten ihm und den anderen vorwiegend jüdischen Zwangsarbeitern unter Einsatz ihres eigenen Lebens heimlich Essen zukommen lassen.
Durch die Hilfe dieser mutigen Dorfbewohner schafft er es mit knapper Not zu überleben. Er kehrt nach Ungarn zurück, beschließt jedoch, in die USA auszuwandern, da der Großteil seiner Verwandten in den Vernichtungslagern von den Nazis ermordet werden, und er im Nachkriegsungarn keine Zukunft sieht. Er lässt sich in Kalifornien nieder, wo er heute, nach dem Tod seiner Frau, lebt.

 

 

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