Griechisch am Theresien-Gymnasiumgriechisch olympia

Griechisch wird am Theresien-Gymnasium in Kleingruppen unterrichtet. Dadurch erfährt der Einzelne in Griechisch so viel Aufmerksamkeit, Zuwendung und Aufmunterung wie sonst in keinem anderen Fach.
Besonders stolz sind wir auf unsere Schulpartnerschaft mit einer griechischen Schule in Argos, mit der wir alljährlich Austauschprogramme durchführen. So erschließt sich unseren Schülern neben dem antiken auch das moderne Griechenland.

Argumente für Griechisch gibt es in Hülle und Fülle. Hier nur eine kleine Auswahl:

  • Griechisch ist schön. Es ist eine Sprache von so betörendem Wohlklang, von so biegsamer Geschmeidigkeit und derart anmutiger Eleganz, dass es nicht verwundert, dass sich die Rhetorik in Theorie und Praxis ausgerechnet auf Griechisch und am Objekt des Griechischen entwickelt hat. Es erweitert den sprachlichen Horizont, indem es uns neue, bisher ungeahnte Ausdrucksmöglichkeiten aufzeigt.
  • Griechisch ist spannend, weil es uns in jeder Stunde wieder mit Ursprungs- und Aha-Erlebnissen konfrontiert: Wir treten in Kontakt mit den ersten Europäern, die schriftliche Äußerungen über sich selbst hinterlassen haben; wir lernen die frühesten Zeugnisse der klassischen europäischen Literaturgattungen kennen; wir sehen, wie Menschen versucht haben, sich die Welt durch Mythen zu erklären, dann aber die Macht des Geistes, des Verstandes entdeckt haben; uns wird klar, wo die Urgründe unseres wissenschaftlichen Denkens liegen, wie die Philosophie entstanden ist, wie sich Menschen um die Klärung ethischer Fragestellungen bemüht haben und sich bewusst auf die Suche nach dem glücklichen Leben begeben haben; wir erkennen, wie sich die grundlegenden Staatsformen – allen voran die Demokratie – entwickelt haben.
  • Griechisch ist überschaubar, mit seinem relativ geringen Wortschatz weitaus überschaubarer als jede moderne Fremdsprache. Die Arbeitsverfahren sind vom Lateinischen her vertraut. Auf Schritt und Tritt erkennen wir Ähnlichkeiten mit dem Lateinischen, dem Deutschen und dem Englischen. Dadurch werden wir uns auch der Tatsache bewusst, dass diese Sprachen auf eine gemeinsame Ursprache (Indogermanisch) zurückgehen, und gewinnen Einblicke in die Gesetze der Sprachentwicklung.
  • Griechisch ist die Wurzel der europäischen Identität: Wir werden uns bewusst, dass wir mit unseren existentiellen Fragen – seit Jahrtausenden – nicht allein dastehen, dass wir in den vorrangigen Formen unserer kulturellen Betätigungen einer Tradition folgen (oder uns gegen sie stellen). Diese Erkenntnis befähigt uns zu einer Standortbestimmung im Kontinuum der kulturellen Entwicklung, die bei den Griechen beginnt, und zur Entwicklung einer historisch fundierten europäischen Identität.
  • Griechisch vermittelt ein Wertebewusstsein: Die jungen Menschen setzten sich intensiv mit philosophischen Texten auseinander. Die Übertragung der Grundfragen der antiken Denkmodelle auf die eigene Realität hilft, Probleme zu erkennen, Lösungen zu suchen und Zukunftsperspektiven zu entwerfen.
  • Griechisch vermittelt Orientierungswissen, eine solide Allgemeinbildung und langfristig wirksame Qualifikationen, welche die ideale Grundlage schaffen für die gesamte weitere Ausbildung eines jungen Menschen. Nicht ohne Grund stehen die Chancen von Bewerbern, die in der Schule Griechisch gelernt haben, auf eine Anstellung bei renommierten Firmen überdurchschnittlich gut.
  • Griechisch zu lernen ist ein intellektueller Luxus, den man sich bewusst leistet, solange sich die Gelegenheit (die Griechen sprechen vom καιρός, dem rechten Augenblick) dazu bietet – später, nach der Schulzeit, ist es dafür meist zu spät. Mit Latein, Englisch und Griechisch lernen unsere Schüler aber so viel Grundlegendes, dass ihnen das Erlernen einer weiteren modernen Fremdsprache später auch außerhalb der Schule gut möglich ist.

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